Friseur

Was macht ein Friseur? Wie verläuft die Ausbildung? Worin bestehen die Lerninhalte in der Berufsschule? Welchen Abschluss erhält man? Welche weiterführenden Abschlüsse kann man mit dem Berufsabschluss anstreben? Was sind die Zulassungsvoraussetzungen? Wo bekommt man weiterführende Informationen zum Beruf?

Was macht ein Friseur?

Friseur zu sein, bedeutet mehr als nur „Haare schneiden“ zu können.

Friseure waschen, schneiden, pflegen, färben, colorieren und frisieren die Haare ihrer Kunden. Sie beraten ihre Kunden kompetent und sind Ansprechpartner bei Fragen rund um das Haar, die Haut und Kosmetik.

Sie orientieren sich an der aktuellen Mode und setzen diese kreativ um – die individuelle Kundenberatung steht dabei im Vordergrund.

Neben den praktischen Kenntnissen erlernen Auszubildende des Friseurhandwerks die theoretischen Grundlagen sowie die Kalkulation der vorgenommenen Dienstleistungen und Handelswaren.

Wie verläuft die Ausbildung?

Die dreijährige Ausbildung erfolgt gemeinsam mit unserem dualen Partner, einem Friseurausbildungsbetrieb. Neben der betrieblichen Ausbildung, bei der die Fachpraxis erlernt wird, besucht der Auszubildende regelmäßig an einem Tag in der Woche die Berufsschule. Hier findet die theoretische Ausbildung in Form des Lernfeldunterrichts statt, die durch den vierwöchig stattfindenden Fachpraxisunterricht ergänzt wird.

Worin bestehen die Lerninhalte in der Berufsschule?

Allgemeinbildende Fächer

Religion, Deutsch, Gemeinschaftskunde, Wirtschaftskompetenz, Englisch

Lernfelder (LF)

1.    Berufsschuljahr (Grundstufe):

  • LF 1 – In Ausbildung und Beruf  orientieren
  • LF 2 – Kunden empfangen und  betreuen
  • LF 3 – Haare und Kopfhaut pflegen
  • LF 4 – Frisuren empfehlen
  • LF 5 –  Haare schneiden

2.    Berufsschuljahr (Fachstufe 1):

  • LF 6 – Frisuren erstellen
  • LF 7 – Haare dauerhaft umformen
  • LF 8 – Haare tönen
  • LF 9 –  Haare färben und blondieren

3.    Berufsschuljahr (Fachstufe 2):

  • LF 10 – Hände und Nägel pflegen und gestalten
  • LF 11 – Haut dekorativ gestalten
  • LF 12 – Betriebliche Prozesse mit gestalten
  • LF 13 – Komplexe Friseurdienstleistungen durchführen

Es besteht für Schüler mit Abitur oder Fachhochschulreife die Möglichkeit statt der Fächer Deutsch, Wirtschaftskompetenz und Gemeinschaftskunde den Unterricht „Management im Handwerk“ zu besuchen und den Titel „Managementassistent“  zu erwerben.

Welchen Abschluss erhält man?

Die Ausbildung zum Friseur endet nach drei Lehrjahren mit dem Abschluss der Gesellenprüfung. Bei erfolgreichem Bestehen wird man Geselle im Friseurhandwerk.

Welche weiterführenden Abschlüsse kann man mit dem Berufsabschluss anstreben?

Mit dem Gesellenbrief können Sie sich in verschiedenen Bereichen spezialisieren, z.B. als Stylist, Colorist, Hairdresser, Artist, wodurch sie beispielsweise bei Film, Theater oder Fernsehen arbeiten können. In der Kosmetik können sie sich z.B. als Maskenbildner weiterbilden.

Ebenso besteht die Möglichkeit der Weiterbildung zum Friseurmeister, die für die Selbständigkeit qualifiziert.

Neben der fachlichen Qualifizierung ist es möglich, mit dem Berufsschulabschluss weitere Schulformen zur Weiterqualifizierung bis hin zum Studium zu besuchen. Hierzu beraten wir Sie gerne individuell.

Was sind die Zulassungsvoraussetzungen?

Der Nachweis eines Berufsausbildungsvertrages.

Der Besuch der Berufsschule ist schulgeldfrei.