Maurer

Was macht ein Maurer? Wie verläuft die Ausbildung? Was sind die Lehrinhalte in der Berufsschule? Welchen Abschluss erhält man? Welche weiterführende Abschlüsse kann man mit dem Berufsschulabschluss anstreben? Was sind die Zulassungsvoraussetzungen? Wo bekomme ich weitere Informationen zum Zimmererberuf?

Was macht ein Maurer?

Maurer stellen Mauerwerk aus einzelnen Steinen her, bzw. bauen Fertigteile ein in Rohbauten für Wohn- und Geschäftshäuser. Teilweise führen sie auch Betonarbeiten durch. Für Betonarbeiten fertigen sie Schalungen oder montieren Schalungssysteme. Sie setzen Bewehrungen aus Betonstahl ein. Sie bringen fertig gelieferten Transportbeton in die Schalungen ein und verdichten ihn.

Darüber hinaus führen sie Abbruch- und Umbauarbeiten durch. Bei Instandsetzungs- und Sanierungsarbeiten stellen sie Bauschäden und deren Ursachen fest und beheben diese.

Ihren Arbeitsplatz haben Maurer vor allem in Betrieben des Baugewerbes, z.B. bei Hochbauunternehmen, Betonbaufirmen, Sanierungs- und Modernisierungsunternehmen oder im Fertighausbau.

Gute körperliche Konstitution (z.B. beim Heben und Tragen von Baumaterial), handwerkliches Geschick (z.B. beim genauen Setzen von Mauersteinen), Körperbeherrschung und Schwindelfreiheit (z.B. bei der Arbeit auf Leitern und Gerüsten) und Teamfähigkeit (z.B. bei der Montage von schweren Fertigteilen) sind gute Voraussetzungen für die Ausbildung zum Maurer.

Wie verläuft die Ausbildung?

Die dreijährige Ausbildung erfolgt in der Berufsschule im Blockunterricht mit unserem dualen Partner.

13 Wochen Blockunterricht pro Jahr in der Berufsschule mit ca. 40 Wochenstunden pro Blockwoche werden ergänzt durch Wochen praktischer Ausbildung im Unternehmen und im überbetrieblichen Ausbildungszentrum in Sigmaringen, in dem ergänzender praktischer Unterricht stattfindet.

Verkürzung der Lehrzeit ist bei entsprechender schulischer oder beruflicher Vorbildung bzw. guter Leistung während der Ausbildung möglich.

Was sind die Lehrinhalte in der Berufsschule?

Allgemeinbildende Fächer

Religion, Deutsch, Gemeinschaftskunde, Wirtschaftskompetenz, Englisch

Lernfelder

1. Ausbildungsjahr (Berufsschule)

  • Einrichten einer Baustelle
  • Erschließen und Gründen eines Bauwerkes
  • Mauern eines einschaligen Baukörpers
  • Herstellen eines Stahlbetonbauteiles
  • Herstellen einer Holzkonstruktion
  • Beschichten und Bekleiden eines Bauteiles
  1. Ausbildungsjahr (Berufsschule)
  • Mauern einer einschaligen Wand
  • Mauern einer zweischaligen Wand
  • Herstellen einer Massivdecke
  • Putzen einer Wand
  • Herstellen einer Wand in Trockenbauweise
  • Herstellen von Estrich
  1. Ausbildungsjahr (Berufsschule)
  • Herstellen einer geraden Treppe
  • Überdecken einer Öffnung mit einem Bogen
  • Herstellen einer Natursteinmauer
  • Mauern besonderer Bauteile
  • Instandsetzen und Sanieren eines Bauteiles

Es besteht für Schüler mit Abitur oder Fachhochschulreife die Möglichkeit statt der Fächer Deutsch, Wirtschaftskompetenz und Gemeinschaftskunde den Unterricht „Management im Handwerk“ zu besuchen und den Titel „Managementassistent“ zu erwerben.

Welchen Abschluss erhält man?

Im 2. Ausbildungsjahr findet die Zwischenprüfung statt.
Sie kann als Abschlussprüfung zum Hochbaufacharbeiter abgelegt werden.

Im 3. Ausbildungsjahr wird die Ausbildung mit der Gesellenprüfung abgeschlossen.

Welche weiterführende Abschlüsse kann man mit dem Berufsschulabschluss anstreben?

Ablegen der Prüfung zum

  • geprüften Polier im Hochbau
  • Maurermeister
  • Staatlich geprüften Techniker – Fachrichtung Bautechnik
  • Architekt oder Bauingenieur

Was sind die Zulassungsvoraussetzungen?

Ab dem 1. Ausbildungsjahr ist der Nachweis eines Berufsausbildungsvertrags notwendig.