Straßenbauer

Was macht ein Straßenbauer? Wie verläuft die Ausbildung? Was sind die Lerninhalte in der Berufsschule? Welchen Abschluss erhält man? Welche weiterführenden Abschlüsse kann man mit dem Berufsabschluss anstreben? Was sind die Zulassungsvoraussetzungen zur Berufsschule?

Was macht ein Straßenbauer?

Ein Straßenbauer baut Straßen, Fahrrad- und Gehwege. Nach der Vorbereitung des Untergrundes werden verschiedene Schichten mit großen Baumaschinen und Spezialfahrzeugen hergestellt, auf denen dann die Fahrbahn aus Beton, Asphalt oder auch Pflastersteinen für Fußgängerzonen aufgebracht wird.

Zu den Aufgaben gehören auch Ausbesserungs-, Instandhaltungs- und Reparaturmaßnahmen an Straßen.

Wie verläuft die Ausbildung?

Die dreijährige Ausbildung erfolgt in der Berufsschule im Blockunterricht mit unserem dualen Partner.

13 Wochen Blockunterricht pro Jahr in der Berufsschule mit ca. 40 Wochenstunden pro Blockwoche werden ergänzt durch praktische Ausbildung im Unternehmen und im überbetrieblichen Ausbildungszentrum in Geradstetten.

Ab dem 2. Ausbildungsjahr findet der Berufsschulunterricht in Schorndorf statt.

Verkürzung der Lehrzeit ist bei entsprechender schulischer oder beruflicher Vorbildung bzw. guter Leistung während der Ausbildung möglich.

Was sind die Lerninhalte in der Berufsschule?

Allgemeinbildende Fächer

Religion, Deutsch, Gemeinschaftskunde, Wirtschaftskompetenz, Englisch

Lernfelder

1. Ausbildungsjahr (Berufsschule Kerschensteinerschule)

  • Einrichten einer Baustelle
  • Erschließen und Gründen eines Bauwerkes
  • Mauern eines einschaligen Baukörpers
  • Herstellen eines Stahlbetonbauteiles
  • Herstellen einer Holzkonstruktion
  • Beschichten und Bekleiden eines Bauteiles

2. + 3. Ausbildungsjahr (Berufsschule in Schorndorf)

  • Bauen einer Erschließungsstraße
  • Herstellen eines Erddammes
  • Einbauen einer Rohrleitung
  • Pflastern einer Fläche mit künstlichen Steinen
  • Bauen einer Asphaltstraße
  • Pflastern einer Fläche mit Naturstein
  • Einbauen einer Fahrbahndecke aus Beton
  • Instandsetzen einer Straße

Es besteht für Schüler mit Abitur oder Fachhochschulreife die Möglichkeit statt der Fächer Deutsch, Wirtschaftskompetenz und Gemeinschaftskunde den Unterricht „Management im Handwerk“ zu besuchen und den Titel „Managementassistent“ zu erwerben.

Welchen Abschluss erhält man?

Im 2. Ausbildungsjahr findet die Zwischenprüfung statt. Sie kann als Abschlussprüfung zum Tiefbaufacharbeiter abgelegt werden.

Im 3. Ausbildungsjahr wird die Ausbildung mit der Gesellenprüfung abgeschlossen.

Welche weiterführenden Abschlüsse kann man mit dem Berufsabschluss anstreben?

Ablegen der Prüfung zum

  • Geprüften Polier
  • Meister
  • Staatlich geprüften Techniker Fachrichtung Bautechnik
  • Architekt oder Bauingenieur

Was sind die Zulassungsvoraussetzungen zur Berufsschule?

Ab dem 1. Ausbildungsjahr ist der Nachweis eines Berufsausbildungsvertrags notwendig.