Fachschule für Bautechnik (Staatlich geprüfter Techniker)

Welche Ziele verfolgt die Fachschule für Bautechnik? Was sind die Zulassungsvoraussetzungen? Was sind die Lehrinhalte in der Fachschule? Wie lange dauert die Weiterbildung zum Bautechniker? Wie wird die Weiterbildung gefördert? Welche Zusatzqualifikationen können erworben werden? Welche weiterführenden Abschlüsse hat man mit dem Abschluss der Fachschule erreicht?

Welche Ziele verfolgt die Fachschule für Bautechnik?

Die Absolventen sind nach ihrer Ausbildung qualifiziert, Aufgaben in der mittleren Führungsebene von Bauunternehmen, Architektur- und Ingenieurbüros oder in der Bauverwaltung zu übernehmen. In Baufirmen sind sie verantwortlich für die Bereiche Bauleitung, Arbeitsvorbereitung, Kalkulation, Ausschreibung und Abrechnung.

Techniker dürfen sich unmittelbar in die Handwerksrolle eintragen und können somit auch einen Handwerksbetrieb führen.

Mit der Prüfung zum staatlich geprüften Bautechniker erhält man auch die Fachhochschulreife. Sie berechtigt zum Studium.

Was sind die Zulassungsvoraussetzungen?

  • Eine abgeschlossene Berufsausbildung im Bauhauptgewerbe.
  • 24 Monate Berufserfahrung als Geselle in einem Bauberuf.
  • Nur 12 Monate Berufserfahrung, wenn die Fachhochschulreife bereits erworben worden ist.
  • Gibt es mehr Bewerbungen als Ausbildungsplätze, entscheidet die Durchschnittsnote des Berufsschulabschlusszeugnisses und die Dauer der beruflichen Tätigkeit.

Was sind die Lehrinhalte in der Fachschule?

Die Lehrinhalte orientieren sich an den Erfordernissen der beruflichen Praxis.

Die Ausbildung gliedert sich in drei Lernbereiche mit den entsprechenden Fächern:

  • Lernbereich I
    Betriebliche Kommunikation, Berufsbezogenes Englisch und Betriebswirtschaftslehre
  • Lernbereich II und III
    Technische Mathematik, Baukonstruktion und Haustechnik, Bauphysik, Baustofftechnologie, Entwurfs- und Tragwerksplanung, Vermessung, Baubetrieb, Tiefbau und Informationstechnik

Im zweiten Schuljahr fertigen die Schüler eine Technikerarbeit an. Sie sollen dabei weitgehend selbstständig ein fachliches Problem analysieren, strukturieren und praxisgerecht lösen.

Wie lange dauert die Weiterbildung zum Bautechniker?

Zwei Schuljahre in Vollzeit (Grund- und Fachstufe) mit ca. 38 Wochenstunden pro Schuljahr.

Mit der Hochschulreife kann die Ausbildung um ein Schuljahr gekürzt werden.

Wie wird die Weiterbildung gefördert?

Die Weiterbildung zum staatlich geprüften Bautechniker wird von verschiedenen Seiten gefördert, z.B. Meister-BAföG, Begabtenförderung, Bildungsgutschein.

Aktuelle Einzelheiten erhält man von den entsprechenden Trägern (Agentur für Arbeit, Landratsamt, Handwerkskammer).

Unsere Schule ist gemäß der Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung (AZAV) zertifiziert.

Welche Zusatzqualifikationen können erworben werden?

Wir bieten zusammen mit der Handwerkskammer die Ausbildung zum Gebäudeenergieberater (HK) und zusammen mit dem Fachverband Luftdichtheit im Bauwesen e. V. die Ausbildung zum Luftdichtheitsprüfer an.

Welche weiterführenden Abschlüsse hat man mit dem Abschluss der Fachschule erreicht?

Staatlich geprüfter Techniker Fachrichtung Bautechnik mit Fachhochschulreife