Meisterschule Zimmerer

Welche Ziele verfolgt die Meisterschule Zimmerer? Was sind die Zulassungsvoraussetzungen? Was sind die Lehrinhalte in der Fachschule? Wie lange dauert die Weiterbildung zum Zimmerermeister? Wie wird die Weiterbildung gefördert? Welche Zusatzqualifikationen können erworben werden? Welche weiterführenden Abschlüsse hat man mit dem Abschluss der Fachschule erreicht? Wo bekomme ich weitere Informationen?

Welche Ziele verfolgt die Meisterschule Zimmerer?

Vorbereitung auf die Teile I bis IV der Meisterprüfung im zulassungspflichtigen Zimmererhandwerk durch Vermittlung von Kenntnissen und Fertigkeiten zum erfolgreichen und verantwortlichen Führen eines eigenen Zimmereibetriebs oder zur Übernahme von Führungsaufgaben als angestellter Zimmerermeister.

Der Meistertitel befähigt auch zur Ausbildung von Auszubildenden.

Was sind die Zulassungsvoraussetzungen?

Die Voraussetzung für den Besuch der Meisterschule ist eine abgeschlossene Ausbildung zum Zimmerer.

Eine Berufspraxis als Geselle ist nicht mehr zwingend erforderlich, aber wünschenswert.

Die Zulassung zur Meisterprüfung erteilt die Handwerkskammer Reutlingen.

Was sind die Lehrinhalte in der Fachschule?

Die Lehrinhalte orientieren sich an den Erfordernissen der beruflichen Praxis.

Entsprechend der Meisterverordnung werden in der Meisterschule alle vier Prüfungsbereiche unterrichtet.

Teil 1: kundenorientierte Projekt- und Situationsaufgaben

Teil 2: behandelt die Handlungsfelder

  • Bautechnik
  • Materialdisposition und Baustoffe
  • Auftragsabwicklung
  • Betriebsführung und Betriebsorganisation

Teil 3: betriebswirtschaftliche und rechtliche Kenntnisse

Teil 4: berufs- und arbeitspädagogische Kenntnisse

Ergänzt und vertieft wird der Unterricht durch Exkursionen, Workshops und Vorträge von Fachleuten.

Wie lange dauert die Weiterbildung zum Zimmerermeister?

Der Unterricht beginnt im Februar und dauert 12 Monate. Die vier Teile der Meisterprüfung werden in Vollzeit unterrichtet.

Der Unterricht erfolgt in den Teilen 1 und 2

  • von Februar bis Juli: montags bis mittwochs
  • von September bis Januar: montags bis freitags

in den Teilen 3 und 4

  • von Februar bis Juli: donnerstags und freitags
    Im Juli findet die Prüfung dieser beiden Teile statt.

Die Teile 1+2 bzw. 3+4 können auch getrennt besucht
werden

Wie wird die Weiterbildung gefördert?

Die Weiterbildung zum Meister wird von verschiedenen Seiten gefördert, z.B. Meister-BAföG, Begabtenförderung, Bildungsgutschein.

Aktuelle Informationen zu den Einzelheiten erhält man von den entsprechenden Trägern (Agentur für Arbeit, Landratsamt, Handwerkskammer).

Unsere Schule ist gemäß der Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung (AZAV) zertifiziert.

Welche Zusatzqualifikationen können erworben werden?

Die Ausbildung zum Maschinenführer ist fester Bestandteil unserer Ausbildung.

Zusätzlich bieten wir zusammen mit der Handwerkskammer die Ausbildung zum Gebäudeenergieberater (HK) und zusammen mit dem Fachverband Luftdichtheit im Bauwesen e. V. die Ausbildung zum Luftdichtheitsprüfer an.

Welche weiterführenden Abschlüsse hat man mit dem Abschluss der Fachschule erreicht?

Mit dem Meisterbrief wird eine Studienberechtigung an Hochschulen für berufsnahe Studiengänge erworben.

Außerdem kann man sich zum Betriebswirt des Handwerks und zum Restaurator weiterbilden.

Die Zugangsberechtigungen legen die jeweiligen Bundesländer bzw. die Hochschulen fest.